1. So funktioniert es
Der Manipulator arbeitet nach dem Prinzip des pneumatischen Gegengewichts.
Die Energiequelle: Sie nutzt Druckluft zur Betätigung eines pneumatischen Zylinders.
Schwerelosigkeitszustand: Ein spezielles Steuerventil überwacht den Druck, der zum Halten einer bestimmten Last erforderlich ist. Sobald der Druck im Gleichgewicht ist, bleibt der Arm in der vom Bediener eingestellten Höhe stabil und driftet nicht ab.
Manuelle Führung: Da die Last ausbalanciert ist, kann der Bediener den Arm mit hoher Präzision manuell in die gewünschte Position schieben, ziehen oder drehen.
2. Wichtige Komponenten
Feste Säule/Pfeiler: Das vertikale Fundament, entweder am Boden verschraubt oder auf einem beweglichen Sockel montiert.
Auslegerarm (starrer Arm): Ein horizontaler Träger, der sich von der Säule erstreckt. Im Gegensatz zu seilbasierten Hebezeugen ist dieser Arm starr, wodurch er auch versetzte Lasten (Gegenstände, die sich nicht direkt unter dem Arm befinden) aufnehmen kann.
Pneumatikzylinder: Der „Muskel“, der die Hubkraft liefert.
Endeffektor (Greifer): Das Spezialwerkzeug am Ende des Arms, das zum Greifen bestimmter Gegenstände dient (z. B. Vakuumsauger für Glas, mechanische Klemmen für Fässer oder Magnete für Stahl).
Gelenkverbindungen: Umfassen üblicherweise Lager, die eine 360°-Drehung um die Säule ermöglichen, und manchmal zusätzliche Gelenke für eine horizontale Reichweite.
3. Häufige Anwendungen
Automobilindustrie: Motoren, Getriebe oder Türen auf Montagelinien laden.
Fertigung: Zuführung von Rohmaterialien in CNC-Maschinen oder Entnahme von Fertigteilen.
Logistik: Palettieren schwerer Kisten oder Handhaben von Chemikalienfässern.
Hygienische Umgebungen: Ausführungen aus Edelstahl werden in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zum Transport großer Behälter oder Säcke mit Zutaten eingesetzt.